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geschichte platzspitz zürich
[1] platzspitz geschichte. Am 5. Da die Räumung vielen vorgängig bekannt war, hatten manche Dealer Anfang Februar bereits alternative Standorte bezogen. ): Drogenmissbrauch im Jugendalter: Ursachen und Auswirkungen. ): Cannabis helvetica: Hanf in der Schweiz, Hoffnung für die Drogenpolitik. Die Zahl der direkt oder indirekt durch den Konsum illegaler Drogen verursachten Todesfälle stieg von 52 im Jahre 1976 auf 118 bis 1985, 205 im Jahre 1988 und 420 im Jahre 1991. In der öffentlichen Wahrnehmung verlor das Thema aber an Aktualität. Verschiedentlich entstanden am Limmatufer kleine Siedlungen aus improvisierten Behausungen, die jeweils nach kurzer Zeit wieder abgebrochen wurden. Im 19. und frühen 20. 2 Bde. 1989 forderte die städtische Sozialvorsteherin Emilie Lieberherr erstmals die staatliche Heroinabgabe an Süchtige, wozu der Bund aber erst vier Jahre später grünes Licht gab. Doch auf dem Platzspitz, wo früher das vornehme Zürich lustwandelte, wird das Gesetz stündlich hundertfach gebrochen. Solothurn 1994, 95088, Saner, Luc (Hg. Ausgehend von Ostasien hatte sich im 19. An der Riviera, am Platzspitz oder am Letten: Die offene Drogenszene in Zürich ist Geschichte, die man jetzt auf einem Stadtrundgang miterleben kann. ): Ärztliche Verschreibung von Betäubungsmitteln: Wissenschaftliche Grundlagen und praktische Erfahrungen Bern 1996, 100903, Rippchen, Ronald (Hg. 1989: Die Stadt Zürich stellt versuchsweise weitere Hilfsangebote zur Verfügung wie Kontakt- und Anlaufstellen, Notschlafstellen, Krankenzimmer für Obdachlose etc. anlässlich des Schweizer Jahres der historischen Gärten. Die Drogenszene wechselte mehrfach zwischen Central, Hirschenplatz, Bellevue-Rondell und der „Riviera“. Weitere Probleme waren die Verbreitung von HIV und Hepatitis durch den Gebrauch unsauberer Spritzen sowie die Prostitution. ZA 66.3 * 3 Drogenabhängige & Süchtige: Selbsthilfe- & Angehörigengruppen, Aarburg, Hans-Peter von Heroindampfscheibenwirbel: Eine kulturanthropologische und ethnopsychoanalytische Studie des Folienrauchens in Zürich zwischen 1990 und 1995. Ernst Sieber: Platzspitz – Spitze des Eisbergs. «Eine schlimme, eine schlimmste Situation»: Josef Estermann 2014 im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». 1988 wurde das „Zürcher Interventionspilotprojekt gegen Aids“ (ZIPP-AIDS) als gemeinsames Unternehmen des Roten Kreuzes, des Universitätsspitals, der Psychiatrischen Universitätsklinik und der Stadt Zürich gestartet, das Hepatitis-Impfungen, ambulante medizinische Beratungen und die Spritzenabgabe umfasste. Bis 1880 stiegen die jährlichen Opiumeinfuhren nach China auf 6’500 Tonnen und es gab geschätzte 20 Millionen Süchtige. Die königlich privilegierte „British East India Company“, die im Auftrag Londons weite Teile Indiens verwaltete, war zu jener Zeit der weltweit bedeutendste Drogenhändler. Februar 1995 war dann viel stärker in präventive, aber auch repressive Begleitmassnahmen eingebettet als diejenige des Platzspitzes drei Jahre zuvor. Anfangs Jahr hat uns der Film «Platzspitzbaby» wieder daran erinnert. Andere Formen des Drogenkonsums wurden im Windschatten der Alkoholismusdiskussion demgegenüber kaum wahrgenommen. Zürich 1988, GR 6488, Clarke, Robert Connell: Haschisch: Geschichte, Kultur, Inhaltsstoffe, Genuss, Heilkunde, Herstellung. Insbesondere in Hafenstädten entstanden sogenannte „Opiumhöhlen“, die zumeist von Chinesen betrieben wurden. Bern 1991, 91085, Stadler, Markus: Das Polizeiproblem und die Drogen: Beobachtungen im Platzspitz. Hrsg. Schätzungen gehen davon aus, dass gegen eine Million Menschen, also etwa 12% der Schweizer Bevölkerung, schon illegale Drogen konsumiert hat, wovon etwa ein Drittel dies mindestens wöchentlich tut. 1983–2004, Ar 472.10 Dokumentation Subkultur Bern: Kultur- und Drogenpolitik Kanton Bern, Ar 473.30.1 Dokumentation Strafvollzug: AIDS und Drogen im Strafvollzug, Ar 578 Vereinigung unabhängiger Ärztinnen, Ärzte und Medizinstudierender, Ar SGG Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft, F 9056-003 TV-Beitrag einer französischen Station über die Zustände auf dem Platzspitz, Zürich, um 1990, QS 64.4 * 1 Sucht & Suchtmittel allg. Lausanne 2014, K 726: 74, Liggenstorfer, Roger et al. ISBN 9783856471026 Peter Wiederkehr: Zürcher Regierungsrat, Gesundheitsdirektor. ZA 64.4 * 81 Drogenkriminalität: Grosshandel; Internationaler Handel, ZA 66.3 * 1 Drogenabhängige & Süchtige: Therapien; Entzugsstationen. China war ab Anfang des 19. Als nach dem Haschisch in den 70er Jahren vermehrt harte Drogen wie Heroin und Kokain in Gebrauch kamen und 1972 der erste Drogentote in Zürich zu beklagen war, reagierte die Gesetzgebung 1975 mit dem Verbot des Drogenkonsums. So entstand 1877 das Blaue Kreuz, 1892 die Guttempler-Organisation, 1895 die Katholische Abstinenten-Liga, 1900 der Sozialistische Abstinentenbund und 1902 der Bund abstinenter Frauen. Abingdon 2010, 123942, Seefelder, Matthias: Opium: Eine Kulturgeschichte. Zürich 1971, 44943, Holenstein, Peter: Zum Beispiel Stefan: Aufzeichnung einer tödlichen Sucht. Judith Rohrer-Amberg. Die Drogenpolitik avancierte in den frühen 90er Jahren zu einem heftig umstrittenen Politikfeld, bei dessen Diskussion neben dem Ringen um valable Handlungsvarianten auch parteipolitische Profilierung mitspielte. Die vom Statthalteramt erzwungene Platzspitz-Schliessung im Februar 1992 führte dann abermals zu einer räumlichen Verlagerung der Drogenszene. (Hg. Von der «Riviera» zum Letten – die Geschichte der offenen Drogenszene Im Februar 1992 riegelte die Polizei den berüchtigten Drogenumschlagsplatz am Zürcher Platzspitz ab. Jahrhundert zur Behandlung von Morphinabhängigkeiten verwendet, geriet aber zugleich selber als Droge durchaus auch in gehobenen Gesellschaftsschichten in Gebrauch (literarisch verarbeitet etwa in der Figur des Meisterdetektivs Sherlock Holmes). Die offene Drogenszene am Platzspitz und später am stillgelegten Bahnhof Letten in Zürich – ein Kapitel der Schweizer Geschichte, welches wir gerne vergessen würden. Tübingen 2016, 134748, Treeck, Bernhard van (Hg. Erfahr alles zu diesem Ausflugsziel mit 17 Bildern und 3 Insider-Tipps. Seit den frühen 70er-Jahren nahm der Konsum von illegalen Substanzen und besonders von Heroin in Zürich stetig zu. Nach einer Versuchsphase billigte 1999 das Stimmvolk die ärztlich kontrollierte Heroinabgabe. Aarau 2000, Gr 9963, Cousto, Hans: DrogenMischKonsum: Safer-use-info: Das Wichtigste in Kürze zu den gängigsten (Party-)Drogen. Wenn von der eigenen Mutter nur noch eine Drogensüchtige übrigbleibt: Der Spielfilm «Platzspitzbaby» lehnt sich an ein wahres Schicksal an und arbeitet ein schmerzhaftes Stück Schweizer Geschichte auf. Solche Befunde schreckten die gesellschaftlichen Eliten auf und mündeten in Zivilisationskritik und Degenerationsdiskurse. Located in Zürich's red-light district, the nonsmoking Hotel Gregory is just a 10-minute walk from Zurich Main Station. Während der Zeit der 80er-Bewegung zogen Teile der Drogenszene dann ins Autonome Jugendzentrum, bereits im Frühjahr 1982, nach der bürgerlichen Wende bei den Stadt- und Gemeindesratswahlen, wurde das AJZ aber geschlossen. Geburtstag. Zürich 2006, Gr 11603, McCoy, Alfred W.: Die CIA und das Heroin: Weltpolitik durch Drogenhandel. Lausanne 2001–, K 726 A. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch nahm von den frühen 40er bis in die frühen 70er Jahre sogar wieder von 7,8 auf 11 Liter zu. Eine erstmalige Erhebung in den frühen 1880er Jahren konstatierte einen Pro-Kopf-Konsum von 14,3 Litern Alkohol pro Jahr. Berlin 1998, 104358, Amendt, Günter: Legalisieren! Chinesische Widerstände gegen diese Handelspolitik, die zu grossen gesundheitlichen und gesellschaftlichen Problemen führte, wurden in den beiden Opiumkriegen (1840–1842 und 1856–1860) gewaltsam gebrochen. Der 1885 in der Volksabstimmung mit knapp 60% gutgeheissene Alkoholartikel der Bundesverfassung, der den Alkoholkonsum mittels Besteuerung einschränken wollte, wurde zeitgenössisch als Sozialreform zugunsten der Arbeiterschaft gesehen. Hg. Der Platzspitz (ursprünglich Platzpromenade) ist ein Park im Herzen Zürichs mit abwechslungsreicher Geschichte. Die Formierung der Antialkoholbewegung mit verschiedenen weltanschaulichen Variationen fiel genau in diese Zeit. o. O. 1990 beschloss der nunmehr mitte-links dominierte Stadtrat 10 drogenpolitische Grundsätze, in denen unter anderem festgehalten wurde, dass „eine offene, überwachte Drogenszene in der Stadt Zürich vorerst toleriert werden muss“. Thilo Beck, Arud-Chefarzt Psychiatrie, erklärt, warum wir uns nicht auf den Erfolgen vor 25 Jahren ausruhen dürfen. Die Zahl der KonsumentInnen harter Drogen in der Stadt Zürich wird auf 4’500 geschätzt; im Unterschied zu den HeroinkonsumentInnen auf dem Platzspitz und am Letten sind sie aber zumeist sozial und beruflich integriert. Schweizerisches Sozialarchiv, Direktion, Vor 25 Jahren: Die Schliessung des „Needle Park“, www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5107, Das Schweizerische Sozialarchiv neu im NEBIS-Ausleihverbund, 9.11.2017, 19 Uhr: Russland und die Schweiz, Ar 1.114.9 Sozialdemokratische Partei der Schweiz: Kommission Drogenpolitik, Ar 201.58 Aktion betroffener Anrainer (ABA), Ar 201.90 Alchemilla – Verein Wohnprojekte für drogengebrauchende Frauen, Ar 417 Schweizerischer Fachverband der Alkohol- und Suchtfachleute, Ar 436 Sozialistischer Abstinentenbund der Schweiz SAB, Ar 437.57.1 Frauen/Lesben-Archiv: Diverses zur Sucht ca. Arbeitsgruppe Hanf & Fuss. Im Jahre 1930 einigten sich die deutschen, britischen und schweizerischen Produzenten auf verbindliche Quoten und Preise für Opiate, ein Jahr darauf wurde im Rahmen des Völkerbundes ein Abkommen zur Begrenzung der Herstellung von Narkotika abgeschlossen. In Zürich gibt es nun einen digitalen Rundgang, um die Geschichte hinter dem sogenannten «Needle Park» und dessen Drogenvergangenheit zu erfahren. Dieser Ort im Zentrum der Stadt Zürich war von 1986 bis 1992 Treffpunkt von Drogensüchtigen aus dem In- … Ab Mitte Januar 1992 gab es um den Hauptbahnhof herum verstärkte Polizeikontrollen und wurde das Shop-Ville nachts geschlossen. München 2016, 135366, Peterhans, Heinz: „Love, Peace & Unity“: Eine Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung 1993 bis 1995 zum Thema ‚Ecstasy‘ und deren Bedeutung für die Sozialarbeit. ): Fixen: Opium fürs Volk: Konsumentenprotokolle. ZA 66.3 * 2 Drogenabhängige & Süchtige: Gassenarbeit, Fixerräume etc. Share. ): Platzspitz – Insel im Strom der Zeit. An Spitzentagen musste die Sanität 25 Wiederbelebungen vornehmen und allein im Jahr 1991 starben auf dem Platzspitz 21 Menschen. Die städtische Politik blieb in dieser Situation nicht untätig. Zunächst von Polizei und Politik toleriert, war der Platzspitz als „Needle Park“ international bekannt geworden. Zürich 1993, Hg 279, Kuntsche, Sandra und Marina Delgrande Jordan: Suchtprävention in mikro-, klein- und mittelständigen Betrieben: Ergebnisse einer Umfrage in schweizerischen KMU. In den folgenden Wochen verhinderte intensive polizeiliche Patrouillentätigkeit ein erneutes Festsetzen der Drogenszene hinter dem Hauptbahnhof. Grob gesagt etablierten sich drei, sich allerdings überlappende Gruppen von DrogenkonsumentInnen: Mitglieder der aus der Aufbruchsbewegung der 60er Jahre erwachsenen Subkulturen, weitgehend „unsichtbare“, sozial integrierte KonsumentInnen und die Angehörigen der offenen Drogenszenen, die nun in verschiedenen Städten entstanden. (Hg. Dokumentiert ist das Elend vom Platzspitz etwa in unzähligen Aufnahmen der Fotografin Getrud Vogler, deren Vorlass das Schweizerische Sozialarchiv zurzeit erschliesst und digitalisiert (www.bild-video-ton.ch/bestand/signatur/F_5107). Bitte bestellen Sie vorgängig online von zu Hause aus. ): Drogen: Alles über Drogen und Drogenwirkung, Prävention und Strafverfolgung, Beratung und Therapie. Zürich 1990. Alles. Bern 2003–2006, D 5802, Eltern gegen Drogen: Informationsbulletin der Schweizerischen Vereinigung Eltern gegen Drogen und des Dachverbandes Drogenabstinenz Schweiz. Zürich 2012, 126207, Feustel, Robert: Grenzgänge: Kulturen des Rauschs seit der Renaissance. Brugg 1996, GR 9311, Rihs-Middel, M. et al. «The Needle Park»: Junkie am Platzspitz, November 1988. Dasselbe Schicksal ereilte das im November 1977 eröffnete Jugendzentrum Schindlergut („Schigu“), das im Juni 1978 wegen illegaler Übernachtungen und Drogenkonsums polizeilich geräumt wurde. Einher mit dem Wachstum der Szene ging eine zunehmende Verelendung. Unter internationalem Druck führte die Eidgenossenschaft 1924 mit dem ersten Betäubungsmittelgesetz eine Bewilligungspflicht für Produktion und Handel mit Opiaten und Kokain ein – gegen den Widerstand der chemischen Industrie. Zürich 2014, 129584, Berger, E.: Haschisch – Rauschgift oder Bürgerschreck? Solothurn 1999, 106492, Leuthold, Ruedi: Das schwächste Glied der Kette: Frauen zwischen Koka und Kokain. Bern 1985, 79578, Walder, Patrick und Günter Amendt : Ecstasy & Co.: XTC: Alles über Partydrogen. Der Platzspitz auf einer Ansicht der Stadt Zürich aus dem Jahr 1724 (Kupferstich von David Herrliberger) Mit dem Bau des Hauptbahnhofs, der 1846 auf einem Teil des Geländes gebaut wurde, nahm das Interesse der Bevölkerung am Platzspitz ab. Es war vor allem diese dritte Gruppe, die das öffentliche Drogenbild prägte und von der staatlichen Drogenpolitik ins Blickfeld genommen wurde. Mittlerweile hatte die Drogenpolitik indessen in den Augen der BürgerInnen stark an Aktualität verloren. Jahrhundert das Suchtmittel Nummer eins. Weshalb wurde das Grauen jahrelang toleriert? Die vorliegende Platzspitz-Chronik entstand bei der Arbeit am Buch „Das blutige Auge des Platzspitzhirschs“, Verlag Elster&Salis, Zürich 2020 Zeitgleich entstand Anfang der 70er Jahre am Limmatufer beim Bellevue die erste offene Drogenszene, genannt „Riviera“, an der Jugendliche zunächst vor allem Haschisch konsumierten, bald aber auch 100 bis 300 Heroinabhängige verkehrten. Treffen auf dem Platzspitz - Kein Junkie mehr – aber lebenslang süchtig Wo vor 25 Jahren die offene Drogenszene war, treffen sich frühere Junkies. London 2007, 117655, Giger, Andreas: Unser gutes Kraut: Das Porträt der Hanfkultur. Im selben Jahr erliess der Zürcher Kantonsarzt Gonzague Kistler indessen ein striktes Verbot der Abgabe sauberen Injektionsmaterials an DrogenkonsumentInnen, das sich aber wenig mehr als ein Jahr hielt. München 1990, 90672, Seidenberg, A. et al. Im Februar 1995 räumte die Polizei endgültig die Zürcher Drogenhölle. - keystone Das Wichtigste in Kürze Zürich 1995, 99448, Dobler-Mikola, Anja: Frauen und Männer mit harten Drogen: Eine empirische Analyse der geschlechtsspezifischen Unterschiede im Alltag der Teilnehmenden vor und während der heroinunterstützten Behandlung. Bereits 1985 war die Suchtpräventionsstelle der Stadt Zürich eingerichtet worden. Bis 1995 ging die Zahl dann auf 360 zurück. Japan führte zu jener Zeit als Teil einer aggressiven imperialen Expansionspolitik einen Grossangriff mit Heroin-Lieferungen nach China. Die vom neugegründeten Völkerbund in den 20er Jahren vorangetriebenen Bemühungen zur Austrocknung der internationalen Drogenschwarzmärkte wurden von den Schweizer Pharma-Produzenten als Bedrohung empfunden. ZA 64.4 * 21 Drogenpolitik: Abgabe von Spritzen, Methadon, Heroin etc. Bald stammte nur noch eine Minderheit der DrogenkonsumentInnen aus der Stadt Zürich. Quantitativ blieb der Alkohol auch im späten 20. Hatten Mitte der 90er Jahre in Umfragen noch drei Viertel der Befragten das Thema Drogen als wichtig eingestuft, so sank dieser Anteil seither kontinuierlich und liegt in der Gegenwart nur noch bei etwa 10%. Die Schliessung des Lettenareals am 15. Bern 2013, 128431, Degonda, Martina Andrea: Konsumverhalten von Männern und Frauen zwischen 20 und 35: Über den Einfluss psychosozialer Faktoren auf den Verlauf von Tabak-, Cannabis- und Alkoholkonsum. Genf 1950, 18191, Mills, James H.: Cannabis Britannica: Empire, trade, and prohibition 1800–1928. Zürich 2016, 134836, Hagenbach, Dieter und Lucius Werthmüller Albert Hofmann und sein LSD. Im Jahre 1908 hiessen dann 63,5% der Stimmenden die Eidgenössische Volksinitiative für ein Absinthverbot gut. Mai 1990 in Zürich. Platzspitz Park, Zürich: Pozrite si recenzie zariadenia Platzspitz Park, umiestnenie a fotografie od cestovateľov v Zürichu, Švajčiarsko na Tripadvisore. Zürich 2000, 106882, Eidgenössische Kommission für Drogenfragen (EKDF): Drogenpolitik als Gesellschaftspolitik: Ein Rückblick auf dreissig Jahre Schweizer Drogenpolitik, 1981–2011. eco-verlag. Stattdessen rückten nun zunehmend die in der neuen jugendlichen Subkultur konsumierten Drogen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, etwa im Gefolge der legendären Rockkonzerte der Rolling Stones (1967) und von Jimi Hendrix (1968) im Hallenstadion. Karl Marxens bekanntes Diktum von der Religion als „das Opium des Volkes“ aus seiner um die Jahreswende 1843/44 verfassten Einleitung zur „Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie“ sowie Heinrich Heines noch drei Jahre ältere Formulierung von der Religion als „geistiges Opium“ zeugen von der allgemeinen Bekanntheit des Opiums bereits zu diesem Zeitpunkt. Zytglogge Verlag, Bern 1991, ISBN 3-7296-0373-6. Aarau 2011, 125836, Halbheer, Michelle: Platzspitzbaby: Meine Mutter, ihre Drogen und ich. Platzspitz, Zürich I recently read that Platzspitz is one of the oldest park recreation areas in the city. Auch auf Bundesebene wurde der Mittelweg der Drogenpolitik zwischen Repression und Liberalisierung vom Stimmvolk in diesen Jahren bestätigt: Die auf eine stark repressive Politik setzende Volksinitiative „Jugend ohne Drogen“ scheiterte 1997 (mit 70,7% Nein) ebenso wie im folgenden Jahr die auf eine Liberalisierung des Konsums abzielende Volksinitiative „Für eine vernünftige Drogenpolitik“ (DroLeg), welche 74% der Stimmenden ablehnten. Basel 1998, 104259, Schmid, Holger et al. Zürich 2017, Gr 14313, Grosse, Judith et al. Die Drogenszene verlagerte sich nun wieder zu Bellevue, Stadelhoferplatz, Drahtschmidli („Haschisch-Brücke“) und Central, bevor sie sich ab 1986 auf dem Platzspitz konzentrierte, wo der Polizei die Kontrolle zunehmend entglitt. Die Geleise unterbrachen die Promenade entlang der Sihl. Bern 2007–, D 5803, Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme: Zahlen und Fakten. Dies heisst nun allerdings nicht, dass der Drogenkonsum zurückgegangen wäre; er ist indessen weniger sichtbar als zu Platzspitz-Zeiten. Die Geschichte des Platzspitz in Zürich ist viel reicher als die relativ kurze Episode als «Needle-Park». The Needle Trauma. Platzspitz. Die schweizerischen Heroinexporte nach Japan stiegen massiv an; von dort aus wurde die Ware ins Reich der Mitte geschmuggelt. Zürich 1988, 84224, Matthys, Lilian: Neue Wege in der Kokainproblembehandlung: Angebot in der Stadt Zürich: Grundlagen, Ressourcen und Ausblick. Weltweites Medieninteresse erregte die in den 1980er und 1990er Jahren behördlich tolerierte Anwesenheit von Drogensüchtigen aus ganz Mitteleuropa. ZIPP-AIDS gab auf dem Platzspitz jährlich 1,5 bis 3,3 Millionen sterile Spritzen ab, ferner 50’000 bis 125’000 Kondome sowie Nadeln, Alkoholtupfer und Venensalben. 1993: Es bildet sich eine neue offene Drogenszene am stillgelegten Bahnhof Letten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das schweizerische Betäubungsmittelgesetz in zwei Revisionen verschärft: Ab 1951 erfasste es auch die Cannabisprodukte und ab 1968 die Halluzinogene (wie das vom Basler Chemiker Albert Hofmann entdeckte LSD). (Hg. Drogen und Politik in Zürich. Hat den Platzspitz und seine Menschen seit Beginn der 80-er Jahre dokumentiert. 1988 beschloss der Stadtrat neben Repression, Prävention und Therapie die Überlebenshilfe als vierte Säule der städtischen Drogenpolitik. Dies tat dem rasanten Wachstum des Konsums harter Drogen aber keinen Abbruch: 1976 wurde die Zahl der intravenös injizierenden DrogenkonsumentInnen in der Schweiz auf 4’000 geschätzt, 1985 auf 10’000 und 1988 auf 20’000 bis 30’000, eine Grössenordnung, die sich dann in den frühen 90er Jahren stabilisierte, bevor sie aufgrund von Substitution (insbesondere durch Methadon) zurückging. Im Dezember gleichen Jahres hiessen die städtischen Stimmberechtigten die niederschwellige Methadonabgabe an Süchtige gut. Dichter und Träumer trafen sich hier einst zum Stelldichein, dann kam die offene Drogenszene und schrieb ein tieftrauriges Zwischenkapitel des Elends.