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offene drogenszene zürich
Von 1986 bis 1992 herrschte Ausnahmezustand in Zürich: Täglich tummelten sich bis zu 3000 Fixer auf dem Platzspitz. Januar 2019 Vor 25 Jahren war Zürich eine Drogenhölle. Der Letten wurde am 14. Trennlinie ist die Quartiergrenze zwischen Wipkingen und Unterstrass bei der Kornhausbrücke. Anfangs Jahr hat uns der Film «Platzspitzbaby» wieder daran erinnert. Vor 25 Jahren schloss die Stadt Zürich die offene Drogenszene im Letten. Der Platzspitz (ursprünglich Platzpromenade) ist ein Park im Herzen Zürichs mit abwechslungsreicher Geschichte. Ursula Brunner hat die Drogenszene am Platzspitz und am Bahnhof Letten als Süchtige hautnah miterlebt. Die offene Drogenszene auf dem Platzspitz und am Letten in Zürich in den 80er und 90er Jahren waren Orte des Leidens, des Sterbens und der Gewalt. Die Welt drinnen war jene von Alain. Allerdings hätten nur 0,7 Prozent der Süchtigen, die im August und September 1994 in der Kaserne betreut wurden, eine Therapie begonnen. Geschichtsstudentin Vera Baumann hat sich intensiv mit dem Thema Platzspitz beschäftigt. «Sonst müsste ich die Süchtigen ja anbinden.». 1995: Die offene Drogenszene am Letten wird geschlossen. Aber der Kanton tat sich schwer. Anfangs Jahr hat uns der Film «Platzspitzbaby» wieder daran erinnert. Dadurch sollte die Stadt Zürich entlastet und eine angemessene Betreuung der Süchtigen durch ihre Wohnsitzgemeinden sichergestellt werden. Der Film «Platzspitzbaby» läuft in den Schweizer Kinos. Die offene Drogenszene von Lausanne In Lausanne gibt es eine offene Drogenszene wie einst in Zürich – und keine Heroinabgabe. Die Geschichtsstudentin Vera Baumann erarbeitete zum Film Schulmaterial über die Zeit der offenen Drogenszene in Zürich. 1992: Der Platzspitz wird geschlossen. Das Institut für Suchtforschung hat im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit untersucht, mit welchen konkreten Angeboten Drogenabhängigen in ihren Wohngemeinden geholfen wurde. So soll es nie mehr werden: Fixer besetzen den Platzspitz für sich. Die Geschichtsstudentin Vera Baumann hat sich intensiv mit dem Platzspitz beschäftigt. Durch Repression und eine zaghafte Politik fördere er den Drogentourismus und schiebe seine Abhängigen nach Zürich ab. Auch die grassierende HIV-S… «Dass im Kanton Aargau lediglich 15,2 Prozent der Gemeinden Angaben zu einer Spritzenabgabestelle in der Gemeinde oder Region machen können, stimmt vor dem Hintergrund der Aidsprophylaxe nachdenklich», heisst es in der Studie. Sie würden über ein deutlich schlechteres Drogenhilfsangebot verfügen, schreiben die Studienautoren. Beitrag aus der SRF-Sendung «10vor10» vom 16. Der damalige Stadtpräsident, medizinisches Fachpersonal, ehemalige Drogenabhängige und Kinder von Süchtigen teilen ihre Erinnerungen an die offene Drogenszene in Zürich. Stadträtin Emilie Lieberherr verschafft sich ein eigenes Bild. An der repressiven Haltung gegenüber Süchtigen änderte auch der Wechsel im Aargauer Regierungsrat nichts. Heroinabhängige konnten sich Spritzen setzen, ohne festgenommen zu werden. Juli 1994 zum Rückführungszentrum für Drogenabhängige in der Alten Kaserne in Zürich, «Allenfalls könnten wir zurückgeschobene Süchtige unbürokratisch mit Methadon behandeln, damit sie nicht mit dem nächsten Zug nach Olten oder Zürich fahren», sagte Stéphanie Mörikofer 1993 zum «Aargauer Tagblatt». Bis 1992 im Platzspitz-Park, dann bis zur Schliessung der Szene 1995 am Letten. Einer der Polizisten ist bis heute bei der Kantonspolizei Aargau im Dienst. 81 haben an der Befragung teilgenommen. 1993 änderte die Stadt Zürich ihre Taktik und versuchte, die anderen Kantone stärker in die Pflicht zu nehmen. Über seine Erlebnisse wollte er mit der AZ nicht sprechen. Meine Mama ist dement und weiss nicht, wer ich bin, Unterrichtsmaterial zum Film «Platzspitzbaby». Weltweites Medieninteresse erregte die in den 1980er und 1990er Jahren behördlich tolerierte Anwesenheit von Drogensüchtigen aus ganz Mitteleuropa. Die Zürcher Politik hatte sich Ende der 80er Jahre der Realität stellen müssen: Die Süchtigen lassen sich nicht vertreiben. Dort wurden sie maximal 24 Stunden festgehalten, um anschliessend in ihre Wohngemeinden zurückgeführt zu werden. Damit eine süchtige Person zurückgeschafft werden konnte, musste die Gemeinde der Rückführung zustimmen. Soziales Engagement in der besinnlichen Jahreszeit: Den Obdachlosen und Drogensüchtigen wird Schutz, Verpflegung und Unterhaltung geboten. Zeitzeugen erzählen dir in neun Videoclips von ihren Erlebnissen auf dem Platzspitz. Das sagen Politiker, Männer am Stammtisch und der damalige Wirt des «Adlers», dessen Sohn selbst in der offenen Drogenszene verkehrte. Die Aargauer Gemeinden würden in 66 Prozent der Fälle einer Rückführung zustimmen. Die Polizei brachte ausserkantonale Süchtige, die sie in der offenen Szene aufgriff, zuerst ins Vermittlungs- und Rückführungszentrum Hegibach und ab August 1994 in die Kaserne im Zürcher Kreis 4. Diese Zuführungen entfielen auf 3957 Personen aus 710 Gemeinden. Im Kanton Zürich konnte rund die Hälfte der Gemeinden (51,6 Prozent) Angaben zu Spritzenabgabestellen machen, im Kanton St. Gallen sogar 68,3 Prozent. 1993: Es bildet sich eine neue offene Drogenszene am stillgelegten Bahnhof Letten. Infogram: Instanzen für die längerfristige Betreuung der Drogengebrauchenden, © Copyright 2010 – 2021, Aargauer Zeitung, Ein Aargauer brachte den Radsport wieder auf Kurs: «Ich hatte nicht wirklich etwas zu verlieren», Ein mutiertes Virus in England stellt Weihnachten auf den Kopf: Zwei Aargauer erzählen, Wucher-Handwerker treiben wieder ihr Unwesen – Aargauer Polizei warnt, «Läden so bald wie möglich wieder öffnen»: Politik und Wirtschaft machen Druck auf Aargauer Regierung, Zweite Impfstoff-Lieferung eingetroffen ++ Strafen für Krankenhäuser bei Impfverzögerung ++ Bäumle fordert Grosseinsatz der Armee, Einkaufstourismus kann teuer werden – was Sie wissen müssen, um keine Busse zu riskieren, Polizei schloss Tankstellen-Shop in Bad Zurzach – warum andere im Aargau offen bleiben durften, Knapper Impfstoff: Ärztepräsident Lareida kritisiert Bund und Kanton ++ 500 neue Fälle in drei Tagen. Seither hat sich in Zürich keine offene Drogenszene mehr gebildet. Auf privater Ebene sind zwar verschiedene Angebote für Abhängige entstanden. Damit liege die Vermittlungsquote im interkantonalen Vergleich über dem Durchschnitt. Ab 1993 wurden sie in ihre Wohngemeinden zurückgeführt. Das vielschichtige Porträt einer jungen Drogensüchtigen – Acht Jahre lang dokumentierte Felix Karrer Ursulas verzweifelten Kampf ums Überleben. Seither hat sich in der Stadt Zürich keine offene Drogenszene mehr gebildet, auch wenn es nach wie vor Süchtige gibt. Bald beginnt das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei. In der Kaserne arbeiteten 1994 auch zwei Aargauer Polizisten. Wer das Elend nicht mit eigenen Augen gesehen hat, auf den wirken die Bilder von damals surreal. Ab 1993 wurden sie in ihre Wohngemeinden zurückgeführt. Wie es zur offenen Drogenszene in Zürich kam und was damals wirklich passierte, zeigen wir im historischen Rückblick. In diesem Talk berichtet sie, weswegen sie es wichtig findet, dass dieses Kapitel Schweizer Geschichte nicht in Vergessenheit gerät, frischt unsere Erinnerung an die damalige Zeit auf und zeigt auf, wie sich die Drogenszene seither verändert hat. «Ähnliche Hilfsangebote, wie sie Zürich anbieten kann, wären daher bei uns kaum möglich», sagte Peter Wertli. Januar 1995. Viele Süchtige sind unmittelbar nach der Rückführung in den Aargau wieder nach Zürich zurückgekehrt. Nach der Schliessung des AJZ Reithalle im April 1982 bildet sich auf der Münsterplattform für längere Zeit erstmals eine offene Drogenszene. Von: Ginger Hebel. 21. Bis 2000 Menschen versorgten sich täglich mit Stoff; es wurde offen gedealt, gespritzt – und gestorben. SaW Redaktion 28.07.2012, 23.10 Uhr «Es ist wichtig, zurückzuschauen auf dieses Kapitel Schweizer Geschichte, und sich bewusst zu werden über den Wandel der Gesellschaft.», Platzspitz: Früher Drogenhölle, heute Erholungspark. Die offene Drogenszene am Platzspitz und später am stillgelegten Bahnhof Letten in Zürich – ein Kapitel der Schweizer Geschichte, welches wir gerne vergessen würden. Stéphanie Mörikofer (FDP) führte als Gesundheitsdirektorin die Politik ihres Vorgängers fort. Der Zürcher Platzspitz oder Needle Park war während der 1980er- und frühen 1990er-Jahre eine offene Drogenszene. Die offene Drogenszene verlagert sich nach der Platzspitz-Schliessung in Zürich ins umliegende Quartier. Der Film über die offene Drogenszene in Zürich füllt die Kinosäle. Die elfjährige Mia (Luna Mwezi) zieht mit ihrer heroinsüchtigen Mutter Sandrine (Sarah Spale) aufs Land. In Zürich verkehrten damals zahlreiche Süchtige aus dem Aargau. Infogram: Auswirkungen der Lettenschliessung in den Gemeinden. Als junger Notfallarzt rückte er in den achtziger und neunziger Jahren immer wieder in die offene Drogenszene aus. Es wurde mit Drogen gedealt und konsumiert. Und er ist auch gut gemacht, keine Frage. Die Verelendung war gross. Diese Website benutzt Cookies. Mit dem Ende der letzten offenen Szenen verschwand das Drogenelend allmählich aus der Öffentlichkeit. Es wurde jahrelang ein Standort für eine kantonale Drogenklinik gesucht. Im Gegensatz zu anderen Kantonen war das Hilfsangebot im Aargau deutlich schlechter. Das Institut für Suchtforschung kam in einer Studie ebenfalls zum Schluss, dass in erster Linie die Schliessung der offenen Szene am Letten die Attraktivität der Stadt Zürich für auswärtige Drogenkonsumenten reduziert habe und kaum die Aktivitäten des Rückführungszentrum. Die Sucht jener, die zuvor täglich am Letten waren, blieb. München 2016, 135366 Von 1992 bis 1995 gab es auf dem stillgelegten Bahnhof Letten in Zürich eine offene Drogenszene. Willkommen auf der Plattform des Schulmaterials zum Film «Platzspitzbaby»! Die offene Szene zuerst am Platzspitz und später am Letten prägte eine ganze Generation. [1] Aber verhindern könne sie die Zirkulation letztlich nicht. In den 80er- und 90er-Jahren pendelten täglich tausende Süchtige nach Zürich, um sich mit Stoff zu versorgen – darunter auch viele aus dem Kanton Aargau. 1995 gelang der Stadt Zürich, woran sie beim Platzspitz 1992 gescheitert war: Die Auflösung der offenen Drogenszene. Im Februar 1995 räumte die Polizei auch diesen Ort. Infogram: Zugang zu Drogenhilfseinrichtungen in den Gemeinden des Kantons Aargau. +41 44 953 35 35, Mail, Die offene Drogenszene in Zürich – ein Stück Schweizer Geschichte. Im Aargau waren von damals 231 Gemeinden 106 mit Rückführungsmassnahmen konfrontiert. In den 80er Jahren wurden die Drogensüchtigen von vielen Orten in der Stadt Zürich vertrieben. Bei einigen Teilnehmenden kamen viele Erinnerungen hoch. Der Aargau kümmerte sich damals aber lieber nicht um sein Drogenproblem. Ansätze einer offenen Szene im Aargau erstickte die Polizei im Keim, Fixerstübli oder andere Orte, an denen Süchtige geschützt konsumieren konnten, duldete man im Kanton nicht. Die räumliche Trennung bildet das Wasserkraftwerk Letten. Endstation Letten - Elend der Zürcher Drogenszene. Das Projekt scheiterte jedoch am Widerstand der Gemeinden. Die Konsequenz war, dass sie sich nach neuen Treffpunkten umsahen. Platzspitz in Zürich | (c) Roland zh/Wikipedia. Jahrelang galt Zürich als Drogenmekka. Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden. Nach der Lettenschliessung landeten auch immer weniger ausserkantonale Süchtige im Rückführungszentrum. Erste Arbeitssitzung PODZ Fünf Jahre zuvor hatte die Stadt Zürich die offene Drogenszene im Oberen Letten neben dem Platzspitz geräumt. Ihnen fielen besonders die fehlenden Angebote im Bereich der Drogenabgabe, den Substitutionsprogrammen und den Spritzenabgabestellen auf. Die Studie wurde 1996 publiziert. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus. Beim Letten versammelte sich die grösste offene Drogenszene Europas. Denn dass sich Junkies Überdosen gespritzt hatten, war damals an der Tagesordnung. «Die Änderung der Drogenpolitik war matchentscheidend», sagt Robert Neukomm heute. In Zürich spielten sich der offene Drogenhandel und auch der Konsum zwischen 1986 und 1992 im Platzspitz ab, nach der Räumung im Februar 1992 dann zwischenzeitlich in den umliegenden Quartierstrassen und -höfen und schliesslich auf dem Areal des stillgelegten Bahnhofs Letten. Im November 1991 traf sich diese Drogendelegation mit dem Namen «Projektorganisation offene Drogenszene Zürich» zu ihrer ersten Sitzung. Sie … Es wird zwischen dem Oberen Letten und dem Unteren Letten unterschieden. Offene Drogenszene Bern (1990-1992) Ansammlungen von Drogensüchtigen im öffentlichen Raum gibt es in Bern seit Mitte der 1970er Jahre. Erste offene Drogenszene in Zürich an der «Riviera» am Limmatufer beim Bellevue: Jugendliche rauchen zunächst vornehmlich Haschisch. Die offenen Drogenszenen auf dem Platzspitz neben dem Zürcher Hauptbahnhof und später auf dem stillgelegten Bahnhof Letten waren während Jahren die grössten Drogenumschlagplätze in Europa. Was die Rückführungen tatsächlich gebracht haben, ist umstritten. Oertle, Daniela: Räumliche Interventionen der Zürcher Stadtbehörden gegen die offene Drogenszene von 1989 bis 1995: Auflösung der Drogenszene und Überlagerung der städtischen Drogenpolitik mit der Asyldebatte. In aller Öffentlichkeit wurde gedealt, geraucht, gespritzt und gestorben. Beitrag aus der «Tagesschau» vom 22. Die Geschichte setzt bei der Auflösung der offenen Drogenszene in Zürich an. Niemand wollte die Drögeler vor seiner Haustüre. Ausserdem gebe es aufgrund der dezentralen Struktur des Kantons keine eigentliche zentrale Drogenszene. Offene Drogenszene in Zürich - Mit Ursula Brunner bekam das Elend am Platzspitz ein Gesicht. 1989: Die Stadt Zürich stellt versuchsweise weitere Hilfsangebote zur Verfügung wie Kontakt- und Anlaufstellen, Notschlafstellen, Krankenzimmer für Obdachlose etc. In den ersten beiden Betriebsjahren des Rückführungszentrums in der Kaserne fanden 11'556 Zuführungen statt, wie eine Evaluation des Zürcher Instituts für Suchtforschung zeigt. Vor 25 Jahren wurde die offene Drogenszene am Letten geschlossen. Die riesige offene Drogenszene in den Achtziger- und Neunzigerjahren zählt zu den grössten sozialen Katastrophen Zürichs und der Schweiz überhaupt. Deshalb organisierte der Quartierverein Unterstrass eine Führung mit dem Vorstandsmitglied Nicola Behrens vom Stadtarchiv Zürich zu den wichtigsten Schauplätzen. Verglichen mit den Kantonen St. Gallen und Zürich kommen die Aargauer Gemeinden weniger gut weg. Lange Zeit wurde die offene Drogenszene in Zürich toleriert – 1995 räumte die Polizei den letzten Platz. 25.11. ... Mai 1990 in Zürich. Die Räumung war ein Misserfolg, weil die Szene sich einfach verlagerte. Anders als nach der Platzspitzschliessung verlagerte sich die Drogenszene an keinen anderen öffentlichen Platz. Im Kanton Zürich wurde der Aargau für seine Haltung kritisiert. Ihr Anteil sank von rund 45 Prozent auf stabile 24 bis 28 Prozent. Er beginnt kurz unterhalb des Stadtzentrums und des Platzspitz und erstreckt sich bis Wipkingen. Mit 1069 Zuführungen, verteilt auf 451 Personen, wies der Aargau – nach dem Kanton Zürich – die zweithöchste Zuführungsziffer auf. Trotzdem komme es noch zu oft vor, dass aus einem Aargauer Gemeindehaus ins Rückführungszentrum gefaxt werde: «Stellt den Drögeler wieder auf die Strasse.», «Im äussersten Notfall steht der Zivilschutzbunker bereit »: Vier Drogenabhängige sollen nach der Lettenräumung 1995 zurück nach Gipf-Oberfrick. Wo vor 25 Jahren die offene Drogenszene war, treffen sich frühere Junkies. Zürich 2010, erwartet; Pérez, Ana Lilia: Kokainmeere: Die Wege des weltweiten Drogenhandels. Bilder von Menschen mit hochgekrempelten Ärmeln, die zwischen Abfall auf dem Boden sitzen und eine Vene für den nächsten Schuss suchen. Inhalt Treffen auf dem Platzspitz - Kein Junkie mehr – aber lebenslang süchtig. ERF Medien, Witzbergstrasse 23, CH-8330 Pfäffikon ZH, Tel. Vor 25 Jahren wurde die offene Drogenszene am Letten geschlossen. Was blieb ihnen auch übrig, sie brauchten den Stoff. Der damalige Aargauer Gesundheitsdirektor Peter Wertli (CVP) sagte 1991 zum «Tages-Anzeiger»: «Wir sind nicht willens, zusätzliche Anreize für Drogenkonsum im Kanton zu schaffen.» Überlebenseinrichtungen würden von den politischen Instanzen auch nicht akzeptiert. Der Platzspitz (damals Needle Park) wurde schnell immer Beliebter, da hier die Polizei die Drogensüchtigen in Ruhe liess. Vor 20 Jahren wurde der Platzspitz geräumt. Sie kontrollierten die Süchtigen und erfassten deren Personalien. Die offene Drogenszene am Platzspitz und später am stillgelegten Bahnhof Letten in Zürich – ein Kapitel der Schweizer Geschichte, welches wir gerne vergessen würden. Der Letten (zürichdeutsch Lätte [lætːə]) ist ein Gebiet am rechtsseitigen Limmatufer in der Stadt Zürich. Barbara Ludwig, Chefin des Rückführungszentrums, sagte 1994 zum «Aargauer Tagblatt», das Bewusstsein bei den Gemeinden sei mit der Verschärfung des Drogenproblems gewachsen. Die offene Drogenszene in Zürich ist im kollektiven Gedächtnis noch präsent. Deren Auflösung war ein politischer Kraftakt, der Geschichte schrieb. Die Geschichtsstudentin Vera Baumann erarbeitete Schulmaterial zu diesem Thema. Der Konsum von Heroin wird darin als gesamtgesellschaftliches Problem dargestellt. Die Leiterin des Rückführungszentrums sagte zum «Aargauer Tagblatt», für einige sei die Rückführung «ein Schuss vor den Bug». In Zürich verkehrten damals zahlreiche Süchtige aus dem Aargau. Im Ausland sprach sich das schnell herum. 12.11. der Stadtrat genehmigt Projektorganisation offene Drogenszene Zürich (PODZ). Februar 1995 geräumt. In Zürich boten sich Anfang der 90er Jahre apokalyptisch wirkende Szenerien: Die offene Drogenszene.